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Rechnerkonfiguration benötigt (CAD und Rendern)

22.12.2016 19:45
 
intuosDo. 22 Dez. 2016, 19:45 Uhr
Liebe Community,

Vor einigen Jahren (als die ersten Quadcore-Prozessoren auf den Markt kamen) bin ich von Windows auf Mac umgestiegen. Bis dahin hatte ich meine Rechner immer selbst zusammengebaut.
Leider habe ich über die letzten Jahre den Überblick verloren und bin momentan damit überfordert mir ein passendes Windows-System für meine Ansprüche zu konfigurieren.

Für die Arbeit mit folgender Software benötige ich einen neuen Rechner:
Indesign, Illustrator, Photoshop, Rhino, SolidWorks, 3ds Max, Cinema 4D, V-ray, Keyshot
(Bildbearbeitung, Layout, CAD und Rendern)

Das Budget liegt ca. bei 1500€

Fragen die sich mir stellen, sind u.a.
- Empfiehlt sich ein Dual-Xeon-System (siehe z.B. Workstations von Dell, IBM, HP) oder eher ein i7 mit 6 Kernen?
- Wie viel GB Arbeitsspeicher sollte ich verbauen (DDR3 oder DDR4)?
- Welche Grafikkarte/n würden sich empfehlen (anders als Keyshot unterstützt z.B. v-ray GPU-Beschleunigung)
- Würdet ihr zum Eigenbau raten oder lieber auf eine Workstation von o.g. Herstellern zurückgreifen? (es finden sich relativ günstige Angebote von Leasing-Rückläufern in der Bucht)
- Ist Hardwareseitig auf etwas spezielles zu achten, wenn ich z.B. 2x 2TB Festplatten als Raid konfigurieren möchte? (Zusätzlich möchte ich eine SSD als Systemlaufwerk verbauen.)

Mich würde auch interessieren, ob sich eurer Meinung nach ein Rechner der ca. 500€ teurer ist deutlich mehr für meine Ansprüche lohnen würde.
Bzw. was sollte/darf so ein Rechner kosten? (Für die nächsten 3-4 Jahre sollte mir der neue Computer genügen.)

Monitor und Eingabegeräte sind vorhanden, sonst sind keine Altlasten da, die ich im neuen Rechner verwenden könnte.

Vielen Dank im Voraus für eure Beratung.
GuyGoodDo. 22 Dez. 2016, 20:07 Uhr
1) Für dein Budget bekommst du kein Dual-Xeon System. Und wenn, dann nur ungeeignetes. Und das lohnt sich auch nicht wirklich. Du bist Hobby-Nutzer oder? Dann lieber bei größeren Render-Jobs auf die Cloud setzen.

2) DDR4 ist für die aktuelle Mainboard-Generation wohl Standard. Mindestens 16, besser 32! Kostet doch auch nix mehr. Dann einfach Win 7 64 Prof. oder aufwärts, damit dein System den Arbeitsspeicher auch nutzen (adressieren) kann.

3) Einfach ne halbwegs ordentlich GPU. nVidia 1070 oder was äquivalentes sollte ins Budget passen. Und bloß keine Quadro oder FirePro oder wie auch immer. Die Consumer-Karten genügen vollkommen! Hier lieber eine mit leisem Kühler. Asus Strix oder EVGA oder MSI Gaming.

4) Im Prinzip taugt dir jedes Gaming-System gut. Wenn du dich nicht auskennst, dann schau einfach bei namenhaften Herstellern nach solchen PCs. Nicht nach "Workstation". Eher "Gaming PC". XMG und Alienware oder was auch immer. Da gibts genug. Die sind dann vielleicht etwas bunt, aber das ist viel sinnvoller (Gibt best. auch dezente, mit understatement). Bei "workstation" wird immer direkt 500 Euro draufgehauen für "Service und Qualität". Aber an reiner Leistung würdest du nix anderes bekommen. Und wie gesagt, dein Budget ist dafür sowieso recht gering, wenn du bei namenhaften Herstellern eine Workstation haben möchtest, die nicht hinter jedem office-PC hinterher hängt. Ansonsten wenn du dich einlesen möchtest, natürlich Eigenbau.

5) Wenn du kein aufwendiges RAID-System anlegen möchtest, dann brauchst du nix beachten. Die Mainboard-Controller und Software-RAID können bei wenigen Platten und RAID1 schon gut etwas, ohne dass deine CPU davon zu stark beansprucht wird. Du musst dich dann einfach nur kurz einlesen, wie du das einrichtest.

Generell wäre zu überlegen, ob du nicht eine 2TB SSD nimmst, maximal noch eine große 4TB Platte und eventuell ein 2. Backup (das 1. ist auf der HDD) in die Cloud synchronisierst. (Amazon Glacier etc). Mache nicht den Fehler und nimm eine kleine SSD als Systemplatte. Das fällt dir dann früher oder später auf die Füße und dann ärgerst du dich nur.

6) Generell würde ich aller 2 Jahre wohl einfach die GPU tauschen, da die am schnellsten veraltet. Deswegen würde ich abe rauch nicht in die oberste Schublade greifen sondern eins darunter. Und wenn du bisher mit deinem 1. Quad-System gut ausgekommen bist, dann werden das jetzt sowieso Welten sein. Und ich würde gar nicht soo viel ausgeben. Dein Budget ist ja an sich in Ordnung für einen guten bis sehr guten PC!
TilesDo. 22 Dez. 2016, 21:08 Uhr
Hi Intuos,

GuyGood hat schon die wichtigsten Punkte aufgelistet. Wenn du selber bauen willst dann schau einfach mal hier nach deinem Wunschprozessor:

http://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-Desktop-Prozessoren--index/index/id/693/

Dann würde ich nach Alternate zum PC Konfigurator surfen. Da suchst du dir das passende Mainboard für deinen Wunschprozessor aus. Und den Ram. Und die Grafikkarte. Und Gehäuse, etc. . Und dann wird geschaut wo man die Komponenten noch günstiger kriegen könnte ^^

Zur Not baut dir Alternate die Kiste aber auch gleich zusammen. Inklusive Garantie ...
RedWizardDi. 03 Jan. 2017, 15:55 Uhr
Die Frage ist, ob du dir das System selbst zusammenbauen kannst oder nicht.

Wenn ja empfehle ich dir als Hardware versand entweder "Hardwareversand" oder Mindfactory". Ansonsten halt ein PC von der Stange. Aber dann musst du für das gleiche Geld mit weniger Leistung rechnen.

Wenn du konkrete Fragen zu bestimmten Bauteilen ect hast, bzw was auch die Wahl der Hardware anbelangt, empfehle ich dir das Forum "Toms Hardware". Da sagst du einfach dein Budget und was du tun willst, und die schneidern dir ein System zusammen.

Aber grundsätzulich ist schon richtig was Tiles sagt. Jedes Gaming System reicht dafür.

Hab mich vor kurzen auch mit dem Thema beschäftigt. Eigentich brauchst du bei sowas wohl nur nen guten Prozessor und nen fetten RAM. Was auch zu empfehlen wäre, ist wohl ein i7 wegen dem Hyperthreading. Der hat bei den Zbrush Benchmarks fast 30% mehr Leistung gebracht. Denke mal, das es bei deinen Programmen ähnlich sein wird. Aber nagel mich darauf nicht fest

Gruß



khaosDi. 03 Jan. 2017, 17:21 Uhr
Bei V-Ray kommt man dann auch noch der Punkt der GPU-Unterstützung.

Wie GuyGood bereits gesagt hat: Würde auch definitiv zu einer NVIDIA Grafikarte greifen, muss ja auch nicht unbedingt das Top-Modell. V-Ray unterstützt zwar auch OpenCL meine letzten Vergleichstests haben aber, für mich, gezeigt das OpenCL einfach nicht mit CUDA mithalten kann (wobei das ganze natürlich auch schief hängen kann da evtl. NVIDIA OpenCL einfach nicht so gut pflegt wie CUDA).

 

 


 
 
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