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3D Objekte in Umgebungen einfügen

15.09.2015 20:58
 
jonnydjangoDi. 15 Sep. 2015, 20:58 Uhr
Hallo,
Hier in dem Post habe ich wieder angefangen, Sci-Fi Bilder zu erstellen.
http://www.3d-ring.de/3d/3d-galerie.php?img=6116
Neben dem Character-Modelling ist das meine große, wenn auch wenig kultivierte, Leidenschaft.

Zudem habe ich eine Schwäche für irrsinnig komplex wirkende Objekte. Dahingehend bin ich schwer von Gutalin (Alex Kozhanov) http://www.gutalin.org beeinflusst. Seine Kunst war absolut dafür verantwortlich, das ich überhaupt mit der Still Renderei angefangen habe.

Leider scheine ich zwar schnell zu lernen, aber für manche Bereiche nicht ausreichend Talent mitzubringen. Wenn jemand von euch Tipps hat, wie ich meine Bilder besser Komponiert bekomme, dann immer her damit!
Das i-Tüpfelchen wäre dann ein Ansatz, wie ich meine Objekte in eine epische Wolkenformation bekomme smile
Alles andere ist natürlich auch willkommen.

Hier noch andere Ansätze. Alle bisher nur testweise. Nicht ausgeschlossen, das sie einmal final werden, aber mom. Steckt noch relativ wenig Zeit drin.







Die hier verwendeten Hintergründe sind von der NASA Seite. Alle verändert, aber die Bilder sind free...

Gerne könnt ihr mir auch Anregungen, wie man ein Bild dynamisch aufbaut, schreiben. Schlagwörter und Tutorials sind auch willkommen.
 
GastMi. 16 Sep. 2015, 12:31 Uhr
Also mit epischen wolkenformationen tust du dir sicherlich keinen Gefallen,aber es ist eine schöne Herausforderung

Ich teile deine Leidenschaft für Sciencefiction Settings und kann nur sagen das es wahnsinnig komplex ist sowas vernünftig umzusetzen...nehmen wir alleine mal die backgrounds von der NASA...die sind schon gut aufgelöst,aber ganz weit weg von ausreichend,was man sehr gut bei dem closeup erkennen kann!
Solche mattes werden in der Regel extrem hochauflösend von Hand gepaintet,oder aus vielen einzelnen Aufnahmen zusammengesetzt. Heutzutage ist auch nicht unüblich Nebel und Galaxien dynamisch zu erstellen und zu rendern um sie anschließend im matte wieder zu verwerten.

Das Lightning ist ebenfalls nicht einfach...ich habe derzeit ja nur das startrek Motiv in meiner Galerie,aber die renderzeiten waren enorm,besonders wegen der vielen Lichtquellen.

Bezüglich der Retusche von cloudsystems schaue ich mich mal um was ich da finde...vielleicht lasse ich auch mal meine Kontakte spielen
Ein guter Freund sitzt bei Rise in Berlin und Paintet unter anderem Concepts und mattes für landscapes.

Die Schwierigkeit beim Painten ist einfach das vermitteln,denn wie man einen Stift führt kann ich dir im Chat nicht erklären!
Tricks gibt's einige,aber wenn ich dir jetzt sage das du großflächig beginnst und über simple Bruches Struktur hinein bekommst, hilft dir das nicht viel!
Wolken sind nur Licht und Schatten und wenn du es schaffst das im Kopf herraus zu filtern,dann wird das Painten Kinder leicht,aber diese Barriere musst du erst in deinem Kopf durchbrechen.viele komplexe Strukturen sind einfacher als man glaubt,sie sind im Kopf einfach als komplex abgelegt und das macht es schwer think simple viele machen sich über bob Ross lächerlich, aber der hat Begriffen was es bedeutet das wesentliche zu sehen...warnehmung und Realität sind zwei völlig verschieden Paar Schuhe!!du musst das Gehirn austricksen!!
Eines der besten Beispiele dafür ist der Film final Fantasy... Da gibt es eine scene wo die Kamera über die Landschaft schwenkt und bis zu Horizont ist alles voll mit Aliens...3 davon stehen im Vordergrund und haben leichte Animation und die restliche 1000 sind ein mattepainting,aber das Gehirn interpretiert in jedes Alien eine Bewegung, weil die drei im Vordergrund sich schließlich auch bewegen. Schöner Trick
 
HeLLmi_666Mi. 16 Sep. 2015, 18:03 Uhr
Zum Thema Bildkomposition gibts bei CTRL-Paint ne recht interessante Videoserie.

http://www.ctrlpaint.com/videos/?tag=Principles%20of%20Design

Wenn du dann alles verstanden hast kommen die epischen Wolkenformationen von ganz alleine.
 
jonnydjangoMi. 16 Sep. 2015, 22:26 Uhr
Danke dir, hellmi, die Reihe werde ich mir baldigst zu gemühte führen. Ich komm leider grade aus der einen Fortbildung in die nächste, aber das wird bald besser

Virto, ich bin für jeden, noch so kryptischen tipp dankbar. Auch wenn's direkt, ohne die Schrift Barriere sicher effektiver wäre. Die Enterprise war geil, aber die Sachen von gutalin finde ich noch inspirierender. Ich weis nicht, ob du da mal reingesehen hast.
Für die Enterprise hat du also auch ein komplexes lichtsetup benutzt. Komplett dunkle Flecken sind da nicht angesagt oder?
Und... Wenn ein großes Objekt im Focus ist, ist dann die Galaxie im Hintergrund auch noch scharf? Da fängts schon an, meine Schwierigkeit mit der Materie.

Das die Hintergründe oft gemalt sind, hört sich nach viel Arbeit an. smile
Dann sollte ich das mal versuchen. Ich denke das gilt auch für viele Effekte in den stills... Oft fehlt ja noch der eyecatcher in meinen bildern. Da muss ich noch ordentlich lernen.

Danke euch schon mal!
 
GastDo. 17 Sep. 2015, 08:38 Uhr
Also die Enterprise habe ich mit Minimum 12 Lichtquellen zum Leben erweckt. Man sieht es anschließend kaum noch,aber es würde auffallen wenn ein Licht fehlen würde!

Ob eine Galaxy noch scharf wäre auch wenn mein Fokus auf den Vordergrund gerichtet ist,aber natürlich! Die Galaxy ist viel zu groß und viel zu weit Weg,dass du auch nur im Ansatz eine Unschärfe erkennen würdest.
Das kannst du ja wunderbar bei realen Aufnahmen des Saturn Etcpp erkennen...das objektiv hat zwar eine extreme Brennweite,aber aufgrund der Größe des Objektes ist der gesamte Planet durchgeschärft!
Das bedeutet,man redet hier von einer schärfeebene von mehreren Zehntausenden Kilometern, alleine in die cassinische Teilung passt die Erde komplett rein.
Das sind einfach andere Dimensionen

Anders sieht das wieder aus wenn du dich im Weltraum befindest,jedoch etwas kleines im Vordergrund fotografierst...da gehst du ja wieder vor wie auf der Erde.du fokussierst ja völlig anders mei kleinen Objekten.

Das mit dem pinseln in PS ist einfach Fleißarbeit...ich kann nur immer wieder sagen think simple!!
Versuche dich nicht am Detail zu zerfressen,denn das ist in step 1 absolut bellanglos!!
Löse doch einmal eine Landschaft in ihrer Grundstruktur auf. Eine Landschaft hat einen Vordergrund, einen mittelgrund und einen Hintergrund.Diese werden farblich strikt voneinander getrennt. Vorne dunkel hinten hell und die Mitte verbindet. Jetzt nutze diese Info und Pinsel mit einer recht großzügigen Brust einfach diese 3 Ebenen. Pinsel einfach drauflos und schalte deine Birne ab!! Dein Kopf will Detail, aber du willst den Kopf schließlich veräppeln!! Das ist Training

Das gleiche gilt für Wolken,oder Rauch,Feuer etc. was ist eine Wolke. Subtrahiere Detail,Lichtdurchlässigkeit und Struktur...was bleibt übrig? Ein großer graublauer Klumpen der am Himmel hängt...und so beginnst du zu Pinseln!! Eine große einfarbige Fläche die von der Kontur einer Wolke ähnelt...quasi ein Scherenschnitt.
Als nächstes legst du zwingend fest wo im Bild deine Lichter sind!!! Licht ist das a und o!!!
Ohne festgelegtes Licht kannst du dem Bild keine Struktur verleihen!! Hast du dein Licht festgelegt fängst du an das Licht grob einzupinseln,dass ganze auch wieder mit groben Bruches!!!Du musst dir zwingend die Flow und opacity in der Brust zu Nutze machen!!ohne die geht's nicht!
Pinsel zu Beginn nur eine deiner festgelegten Lichter (für den Fall das du dir mehrere denkst).immer schön der Reihe nach und nicht alles aufeinander. Beim Painten gehts um Disziplin!! Wild drauf los ist Käse.
Hier gilt die Aussage " das Genie kennt die Lösung vor der Frage" du musst dein Bild fertig im Kopf haben sonst bekommst du es nicht aufs Papier!! Da beginnt die Angst vor weiß es gibt nichts quälenderes als ein leeres Blatt Papier wenn du keine Idee hast. Das solltest du erstmal üben!!! Grundieren und lichtsetzen!! Hast du das verinnerlicht dann hast du 90% im Sack! Die letzten 10% sind finetuning ,aber man kennt das ja, die letzten 10 sind die ersten 90
Have Fun!!



 
jonnydjangoDo. 17 Sep. 2015, 20:48 Uhr
Bin schon n bissl am herumprobieren. Aber im digital painting bin ich noch blutiger Anfänger. smile

Ich hab mir die Enterprise nochmal genau angesehen. Ich glaube, ich verstehe aus was du hinaus willst. In Marmoset setze ich sowas auch genau so um. In Keyshot macht es mehr Mühe. Werde aber auch dort mehr zusätzliche Lichtquellen benutzen.

Zum Einfügen der Objekte in einen Hintergrund, ob gepaintet oder gedownloaded, was gibt es da noch zu beachten? Blurrst du die Edges? Irgendwie sieht es bei mir zu ausgestanzt aus... Unabhängig von den Lichtquellen. Gibts noch irgenwelche Tricks, um das ganze homogener wirken zu lassen?

Noch ein Bild, das während der selben Session entstanden ist, wie die vorherigen zwei. Also hier noch kein Progress, nur der Vollständigkeit halber




Modedit - Bild kleinereditiert - Tiles
 
GastDo. 17 Sep. 2015, 23:07 Uhr
Der Integration von 3D Elementen in ein reales Setting Bedarf es sehr viel Präzision und Erfahrung.
Womit du noch viele Schwierigkeiten hast ist das Licht...nimm mal das Bild mit der Erde und der Station...noch falscher ( sorry ) kann das Licht nicht kommen. Du hast rechts im Bild eine riesige blaue Lichtquelle und wie setzt du dein key? Von oben...finde den Fehler! Natürlich haben wir noch die Sonne!diese ist in dem Bild aber nicht sichtbar und daher für mich nicht die tragende Rolle im Lightning!
Eine Lichtquelle die das Bild nicht erzählt hilft dir nicht deinen"Fremdkörper" besser zu integrieren.
Jede Lichtquelle die du verwendest muss eine logische Herkunft haben!

Punkt 2: colorgrading/Post! Du musst die Farben und gradationen anpassen!! Ohne dem gehts einfach nicht!!
Deine beiden Elemente die du verbinden möchtest sind von Grund auf unterschiedlich! Ich gebe dir Brief und Siegel das du nichtmal die korrekte Verschlusszeit der Blende verwendet hast...woher auch? Die Info hast du nicht,also musst du in PS die Werte angleichen indem du bei beiden Motiven,Rendering wie Foto eine einheitliche Basis schaffst!es geht nicht darum dein Rendering aufs Foto zu bekommen,nein.es geht darum beide Elemente miteinander zu verheiraten!

Punkt 3:warum das Rendering zerstören durch Blurry edges??
Bei Tiefenschärfe legitim, aber warum in einem glockenklaren Setting rummatschen...
Was du definitiv tun musst ist die Störungen des Fotos auf dein Rendering adaptieren...Lens, haze, scratches und Noise müssen aufs Rendering wenn es im Foto ebenfalls vorhanden ist!
Das ist halt der Nachteil mit Footage zu arbeiten welches nicht von dir stammt.in einer Produktion werden die backgrounds individuell auf den Shot angefertigt als camRAW was die Integration um Längen vereinfacht da du Schmutz und Körnung in beide Elemente einfügst.

Integration ist viel beobachten und vor allem,wenn der Hintergrund nicht von dir ist,dann musst du versuchen das Foto zu verstehen.
Blende, shutter, Brennweite, Filmback...bla bla...alles muss wenigstens im Ansatz passen.
90% aller misslungenen integrations liegt im Zusammenhang mit einer falsch bedienten Kamera!

Sehe ich noch grade...ist der Mond auch eingebaut? Du hast 3 lichtrichtungen in dem Bild,dass kann so nicht passen!
 
jonnydjangoFr. 18 Sep. 2015, 13:58 Uhr
Das ist natürlich schon ein großes Hindernis... Kameraeinstellungen auf Hintergründen zu erkennen. Da bin ich ja momentan völlig aufgeschmissen. Muss ich mich zumindest mal einlesen.

Im digipainting wirds zumindest schon mal besser. Bin optimistisch, das ich den ersten gemalten Hintergrund bald austesten kann.

Zum Hintergrund des letzten Bildes: Das ist von der NASA... seltsam. Der Mond wirkt tatsächlich anderst angestrahlt. Verstehe ich jetzt auch nicht. Erst die Mondlandung, jetzt auch noch Weltraumaufnahmen... Vll auch alles nur gepainted?

Also hängts für den Anfang am Kurvenkorrigieren, Sättigung, Kontrast usw. Danach evtl. noch ein paar Effekte aufs komplette Bild anwenden?

Ich werde den Thread auf jeden Fall noch mit ein paar weiteren Experimenten füllen.

Danke schon mal bis hierher.
 
jonnydjangoDo. 08 Okt. 2015, 12:02 Uhr
Hier mal was neues von mir.
Alle Meinungen und Anregungen her, die euch einfallen. Ein bissl besser wirds, glaube ich. Von der Brennweite passt es glaube ich nicht. Leider fehlt mir da auch schon mal gleich der Ansatz, wie ich so etwas analysieren könnte.


 
KastomiumFr. 09 Okt. 2015, 09:54 Uhr
Ein paar Gedanken:

1) Mächtig! Also nicht nur die Bildgröße.

2) Schade.
Warum?

1. Farben. Im Bild scheinen Blau und Weiß vorherrschend. Das wirkt nicht allzu spannend, sodass die Gefahr besteht daß Betrachter nicht allzu lang beim Bild bleiben mögen. Vielleicht wäre eine differierende Farbe für das Raumschiff / Raumstation nützlich. Oder verschiedene Glanzgrade. Oder beides.

2. Der Hintergrund. Ist zu detailiert. Insbesondere die Ecke rechts oben (Stern und Planet) lenkt, nicht zuletzt wegen der bereits angesprochenen Farbeinheit im Hauptteil des Bildes beinahe die Gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Ich glaub realer wäre da Oben ein einfaches, sehr dunkles Blau.

3. Licht. Betrachtet man den Erdball (ich glaube es handelt sich um diesen), so scheint die natürliche Lichtquelle rechts vorn oben (vom Betrachter aus), ausserhalb des Bildes zu wirken. Das Glanzlicht des kleinen Planeten oder Mondes unterstützt diese Annahme. Das Raumschiff jedoch bekommt unzweifelhaft Licht von vorne unten, ohne das die hierfür verantwortliche Quelle offenbar wird. Für eine indirekte Beleuchtung seitens des Erdballs wirkt das Licht sehr stark.

Kurze Überlegung: Da Oben gibt es (nach meinem derzeitigen Kenntnisstand) die Sonne als direkte Lichtquelle. Erde und Mond können dann nur als indirekte Beleuchtung wirken. Weiter fehlt eine Atmosphäre, was wenig Lichtsteuung zu Folge hat, und somit auf sehr harte Schatten hinausläuft. Die werden im Wesentlichen nur durch die Sonne als direkte Lichtquelle verursacht, zumal sie aufgrund der Entfernung mit gerichtetem Licht (also nur in eine Richtung abstrahlend) "arbeitet". Indirekt bleibt dann reflektiertes Licht vom Erdball. Der ist näher, hat somit eine größere und dazu noch gekrümmte Fläche. Heißt: das Licht ist sehr viel schwächer, ungleichmäßiger und womöglich noch eingefärbt. Und aus verschiedenen Richtungen kommt es auch noch, unterschiedlich stark.

Möglicher Lösungsansatz:
Rückseiten der Raumschifflächen deutlich dunkler (drei zylinderförmigen Objekte etc.). Hintergrund oberhalb Erdball blauschwarz, um die Aufmerksamkeit wieder ins Zentrum zu bringen. Position Hauptlicht (Sonne) der Erdballbeleuchtung anpassen, evtl. leicht gelblich einfärben, mit sehr harten Schatten. Indirektes Licht verringern, bisschen Blau mit rein. Raumschiffoberfläche mit AO und / oder einem abschliessenden Shader behandeln, damit mehr Leben reinkommt.

Is mir nur so eingefallen. Es bleibt ein mächtiger Eindruck Deines Bildes, der vermutlich mit verhältnismäßig wenig Aufwand weiter gesteigert werden könnte.

Beste Grüße,
Kastomium.
 
 

 


 
 
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